Rose unter Dornen

2006; Regie: Dietmar Klein

Rose unter Dornen
In der modernen Aschenputtel-Geschichte verliebt sich der mächtige Hamburger Hotelbesitzer Wahlberg in seine Telefonistin und heiratet sie. Doch dann stirbt er auf der Hochzeitsreise, und die Braut muss nicht nur mit ihrer Trauer, sondern auch mit Wahlbergs Familie fertig werden.

Sofie Winter (Valerie Niehaus), eine sympathische junge Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht, hat es nicht leicht: Der Vater ihres Sohnes Sebastian (Alban Hansen) hat sich aus dem Staub gemacht, und weil das Geld knapp ist und sie nachts in einem Stripplokal kellnern muss, schafft sie es selten pünktlich zur Arbeit. Sofie ist Telefonistin im noblen Hamburger Hotel „Atlantic“.

Als ihre Kollegin in Rente geht, bekommt sie eine neue Aufgabe: Sie ist nun ausschließlich für den Chef des Hauses, Simon Wahlberg (Heinz Hoenig), zuständig. Simon hat gerade seinen 54. Geburtstag gefeiert und ist ein mit allen Wassern gewaschener Selfmademan: Er war viermal verheiratet, hat sich und seine Familie aus ärmlichen Verhältnissen ganz nach oben gebracht und pflegt derzeit eine lose Affäre mit dem Model Vicky (Sonja Kirchberger). Zur Seite steht ihm seit vielen Jahren sein Consigliere Wolfgang Prinz (Thure Riefenstein), dessen ausgleichender Charakter wohltuend auf den temperamentvollen und impulsiven Simon wirkt.

Als ihm Sofie jedoch buchstäblich in die Arme läuft, ist auch Prinz machtlos, und Wahlberg verliebt sich Hals über Kopf in seine hübsche Angestellte. Zunächst skeptisch, verfällt auch Sofie bald dem Charme und der rauen Herzlichkeit des Unternehmers. Als sich die beiden verloben, reagiert ihre Umgebung entsetzt; allen voran Wahlbergs Mutter Margarethe (Eva Pflug), die um ihren Einfluss und das Familienvermögen fürchtet, und sein kokainabhängiger Bruder Stefan (Horst-Günther Marx), der sich stets vom Leben benachteiligt fühlt.

Vicky ist tief in ihrer Eitelkeit verletzt und versucht sogar einen Anschlag auf Sofies Leben, dem diese knapp entgeht. Sofies Mitbewohner Alfred (Richy Müller), ein arbeitsloser Koch, den ihr fünfjähriger Sohn wie einen Vater liebt, schmerzt die Liaison zwischen seiner lange still Verehrten und Simon Wahlberg sehr.


Als der Hotelkönig sein „Aschenputtel“ an den Traualter führt, beginnt die Klatschpresse, in Sofies nicht ganz makelloser Vergangenheit zu wühlen. Die beiden Frischvermählten verbringen ihre Flitterwochen in Venedig – da geschieht das Unfassbare: Simon Wahlberg bricht mit einem Herzinfarkt auf der Hotelterrasse über den Dächern der Lagunenstadt tot zusammen.


Nach wenigen glücklichen Wochen muss Sofie nun nicht nur ihre Trauer bewältigen, sondern sich auch gegen die missgünstige Familie ihres Mannes, die Presse und eine feindliche Übernahme zur Wehr setzen - ein schweres Erbe.
Doch Sofie hat einen starken Verbündeten: den Consigliere Wolfgang Prinz. Zunächst geht es ihm nur darum, Simons letzten Willen durchzusetzen, der Sofie alles vermacht hat, was er besaß. Doch bald erkennt auch Prinz, was Simon an Sofie so liebte: ihre Warmherzigkeit, ihre Bescheidenheit und ihren Stolz.


Die Klatschpresse, die Familie, der alte Konkurrenten Friedrich Tietje (Gunther Berger), der nun seine große Chance gekommen sieht, den „Alsterblick“ zu übernehmen – sie alle können Sofie und Wolfgang mit vereinten Kräften in Schach halten. Doch plötzlich taucht, hervorgelockt durch den plötzlichen Reichtum seiner Ex und einen diesbezüglichen Tipp von Stefan Wahlberg, Sebastians Vater, Alexander Behrens (Gunther Gillian), auf. Und er hat etwas, das Sofies Zukunft gefährdet: eine alte Heiratsurkunde, die die beiden zu Mann und Frau und Sofies Ehe mit Simon somit für ungültig erklärt …


Familie Wahlberg triumphiert und übernimmt sofort die Geschäfte – doch mit dem treuen Alfred, der alles dafür tut, um die angebetete Sofie von den Vorwürfen rein zu waschen, hat keiner gerechnet. Alexander spielt mit gezinkten Karten und gefährdet dabei sogar das Leben seines Sohnes: In letzter Minute können Sofie und Prinz den kleinen Jungen aus einem brennenden Haus retten. Als Alfred Alexanders falsches Spiel auffliegen lässt und damit Sofie wieder zur rechtmäßigen Ehefrau Simon Wahlbergs und Erbin seines Imperiums macht, zerbricht die Familie Wahlberg daran, und Stefan nimmt sich das Leben.


Nun ist es an der Zeit für den Consigliere, die Führung des „Alsterblick“ zu übernehmen, denn Sofie hat sich entschlossen, das Erbe verwalten zu lassen und in ihr ruhiges altes Leben zu Sebastian und Alfred zurückzukehren …
Darsteller
Simon Wahlberg
Heinz Hoenig
Sofie Winter / Wahlberg
Valerie Niehaus
Wolfgang Prinz
Thure Riefenstein
Stefan Wahlberg
Horst-Günther Marx
Alfred Steppenbreck
Richy Müller
Vicky
Sonja Kirchberger
Konrad Hollinghaus
Michael Greiling
Mona Wahlberg
Sabine Vitua
Birgit Hollinghaus
Angela Roy
Margarethe Wahlberg
Eva Pflug
Friedrich Wilhelm Tietje
Gunther Berger
Stavros Konstandinidis
Miguel Herz-Kestranek
Alexander Behrens
Gunther Gillian
u. v. a.
Stab
Regie
Dietmar Klein
Drehbuch
Rolf-René Schneider
Kamera
Hans Grimmelmann
Schnitt
Susanne Peuscher
Komponist
Klaus Pruenster
Szenenbild
Michael Möldner
Kostüm
Ingrida Bendzuk
Maske
Marie-Ena Wolf
Ton
Andreas Pitann
Licht
Klaus Kennemann
Standfotograf
Stephanie Kulbach
Postproduktion
Media Factory Berlin
Redaktion
Hans-Wolfgang Jurgan, ARD Degeto; Andrea Bogad-Radatz, ORF
Produktionsleitung
Michal Pokorny
Produktionsfirma
Schiwago Film im Auftrag der Klaus Graf Filmproduktion GmbH
Ausführender Produzent
Martin Lehwald
Produzent
Klaus Graf
Produktionsdaten
Format
TV-Zweiteiler | 2 x 90 Min
Produktionszeit
September bis November 2004
Drehort
Hamburg, Venedig, Sylt
TV-Sender
ARD Degeto, Koproduktion mit ORF
Internationaler Titel
A Rose among Thorns
Weltvertrieb
SevenOne International
Erstausstrahlung
Do 05.01.2006| 20:15 Uhr; ARD 6,8 Mio. Zuseher | Marktanteil 19,9 %; ORF 882.000 Zuseher | Marktanteil 33 %
Fr 06.01.2006 | 20:15 Uhr; ARD 7,16 Mio. Zuseher | Marktanteil 21,5 %; ORF 973.000 Zuseher | Marktanteil 36 %

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